Digitalisierung im Sportverein und Sportverband

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Digitalisierung ist in aller Munde und in den letzten 12 Monaten hat sich viel in Deutschland zu dem Thema getan. Studien und Bücher fluten den Markt, Blogs beschäftigen sich mit der Materie und selbst die Regierung befasst sich intensiv damit. Im Mittelpunkt stehen dabei immer Unternehmen, die Industrie, Öffentliche Verwaltung etc. Doch wie sieht es mit dem Sport aus? Kann Digitalisierung auch für den Sportverein und/oder Sportverband Vorteile bringen?

Ich sage ganz klar: ja! Aber es gibt ein paar Besonderheiten, wenn man Digitalisierung im organisierten Sport umsetzen möchte.

 

Aufklärung ist das A und O

Vereins- und Verbandsstrukturen sowie deren interne Kultur sind nicht bzw. kaum mit Unternehmensstrukturen und -kulturen in der freien Marktwirtschaft zu vergleichen. Im organisierten Sport gibt es viele ehrenamtlich Tätige. Oft sind es die Älteren, die ehrenamtliche Tätigkeiten übernehmen und dann Hand in Hand mit Festangestellten zusammen arbeiten. Sie sind meist viele Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte, im Verein tätig und das Interesse an Digitalisierung ist bei dem einen ausgeprägter als bei dem anderen.

Diesen unterschiedlichen Wissensstand gibt es auch in Unternehmen, allerdings mit dem Unterschied, dass die Ehrenamtlichen im organisierten Sport kein festes Arbeitsverhältnis haben, für Ihr Engagement ihre Freizeit opfern und sich nicht gerne vorschreiben lassen, wie sie ihre Arbeit zu erledigen haben.

Der einzige Weg sie von der Notwendigkeit der Digitalisierung zu überzeugen ist Aufklärung.

Aufklärung darüber, dass Digitalisierung auch im Sportverein oder Sportverband nützlich ist, die Effizienz sowie Qualität steigert und unterm Strich viele Vorteile bringt. Des Weiteren muss Ihnen gezeigt werden, was Digitalisierung überhaupt ist, denn die meisten können sich darunter nicht viel (oder zu wenig) vorstellen. Den Mitarbeitern im organisierten Sport muss gezeigt werden, dass Digitalisierung mehr ist als nur die eigene Webseite „responsive“ zu gestalten (optimiert für Smartphones), einen Social-Media-Auftritt für den Verein zu haben oder eine eigene Vereins- oder Verbands-App zu besitzen. Es geht um interne und externe Prozesse, die digitalisiert viele Arbeiten erleichtern und Zeit sparen, um nur einige Vorteile zu nennen.

 

Zukunftsfähig durch Digitalisierung

Vereine und Verbände müssen sich die Frage stellen wie sie im digitalen Zeitalter neue Wege finden, um Ihre Mitglieder so zu betreuen, wie diese sich das wünschen. Zu wissen was die eigenen Mitglieder im Rahmen der Digitalisierung wünschen und wo ihr Bedarf liegt, ist für die digitale Ausrichtung des Vereins/Verbands sowie die strategische Planung von immenser Bedeutung. So wie Unternehmen Marktforschung betreiben, um herauszufinden was Ihre Kunden wollen, um dann die Produkte an den Markt zu bringen die auch gewünscht sind, müssen Vereine und Verbände eruieren was ihre Mitglieder brauchen und wollen, um zielgruppengenaue Dienstleistungen anzubieten. Nur so kann die Zukunftsfähigkeit gewährleistet werden.

Zudem müssen die Sportorganisationen Wege finden Ihre Mitarbeiter und ehrenamtlich Tätigen auf diesem Weg mitzunehmen.

Dafür ist es unerlässlich eine eigene digitale Mentalität zu entwickeln. Dazu gehört eine Vereins- und Verbandskultur, die Digitalisierung als Chance und Notwendigkeit betrachtet, nicht als Modephänomen oder gar „Klotz am Bein“.

 

Die digitale Mentalität

Offenheit und Neugier sowie ein ausgeprägtes Interesse an aktuellen Technologien, Führungsmodellen und Vorgehensweisen prägen die digitale Mentalität in Vereinen und Verbänden. Zentraler Punkt ist, eine Vereins-/Verbandskultur zu schaffen, die Querdenken fördert. Alle Abteilungen müssen darin bestärkt werden, den Status Quo in Frage zu stellen und Neues auszuprobieren. Um diesen Satus zu erreichen ist viel Überzeugungskraft und Aufklärung notwendig. Gerade die Führungskräfte sind gefordert diese Mentalität vorzuleben. Denn etablierte Abläufe, Geschäftsmodelle, Prozesse und Vertriebsstrategien müssen auf den Prüfstand gestellt werden – und das nicht nur einmal, sondern immer wieder.

Die alten Argumente wie „Das haben wir schon immer so gemacht“ müssen der Vergangenheit angehören.

 

Fokussierung auf das Mitglied und den Fan

Wie zuvor beschrieben steht der Fan bzw. das Mitglied im Mittelpunkt der digitalen Mentalität. Auf diese Zielgruppe müssen sich alle Dienstleistungen sowie Angebote der Sportorganisation ausrichten. Allerdings, ohne Technologie geht es natürlich nicht. Ob Cloud-Technologien, Social Intranet, Social Media, vernetzte Verwaltungssoftware, Internet der Dinge oder gar 3D-Druck, digitale Technologien sind der Dreh- und Angelpunkt der erfolgreichen digitalen Transformation.

 

Das digitale Zeitalter ist da, auch im Sport

Von heute auf morgen wird der beschriebene Wandel in Sportorganisationen allerdings nicht zu bewerkstelligen sein. Wer eine Kultur des digitalen Wandels im Verein/Verband etablieren möchte, muss sich eher auf einen 10.000-Meter-Lauf gefasst machen als auf einen 100-Meter-Sprint. Beide Läufe haben aber eins gemein: Man muss starten! Wer stehen bleibt wird nicht im Ziel ankommen.

Vereinen und Verbänden muss klar werden: Das digitale Zeitalter ist da und es wird bleiben.

Sich ihm zu verschließen scheint der einfachere Weg zu sein. Es ist aber auch der falsche Weg. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, muss sich eine neue Denkhaltung angeeignet werden. Der technologische Fortschritt im Sport ist immens. Trainingsvorbereitung, -planung und -durchführung ändern sich dadurch rasant, interne und externe Kommunikation verändert durch neue Technologien ganze Kulturen und Arbeitsabläufe werden effizienter und qualitativ hochwertiger. Ehrenamtliche bekommen durch Einsatz von digitalen Technologien wieder mehr Zeit sich um Mitglieder und den Sport an sich zu kümmern, da administrative Aufgaben entweder ganz wegfallen oder zeitlich auf ein Minimum schrumpfen. Das wiederum steigert die qualitative Leistung der Sportorganisation.

Nur wer den digitalen Wandel annimmt und die Vereins- und Verbandskultur entsprechend anpasst, wird zu den Gewinnern zählen und auch in Zukunft erfolgreich arbeiten.

Vereine stehen im Wettbewerb zu unter anderem kommerziellen Sportanbietern, die auf dem Gebiet der Digitalisierung meist schon einen Vorsprung haben, den es aufzuholen gilt. Wenn sie sich als Verein oder Verband mit der Digitalisierung beschäftigen wollen oder es vielleicht auch schon tun und Unterstützung benötigen, so können wir ihnen helfen eine umfangreiche Analyse vorzunehmen, belastbare digitale Visionen und Strategien mit ihnen zu entwickeln und die erfolgreiche digitale Transformation einzuleiten. Unser am Sportmarkt einzigartiges Know-how, das wir als Unternehmensberatung in den letzten 20 Jahren bei der Begleitung von zahlreichen Spitzenverbänden des organisierten Sports in Deutschland erlangt haben, setzen wir dabei ebenso ein wie z.B. die von uns entwickelte 6plus1-Digitalisierungs-Matrix.

Bei Fragen kontaktieren sie uns bitte über unser Kontaktformular oder telefonisch unter der 0221 – 5 77 77 42.

 

Photo by Adam Adams on Unsplash

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