Social-Media-Trends 2018 im Sport

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Social Media befindet sich im ständigen Wandel. Neue Features der einzelnen Plattformen werden eingeführt, alte abgeschaltet. Jede Plattform versucht die andere in Usability und Innovationen zu übertrumpfen und neue Wettbewerber drängen auf den hart umkämpften Markt. Doch welche Features und Social-Media-Trends 2018 werden am Ende erfolgreich sein und vom Nutzer angenommen werden? Was setzt sich durch?

Social-Media-Trends 2018

Im Netz kursieren aktuell die verschiedensten Prognosen. Die Trends 2018 sind schnell ausgemacht. Doch inwieweit betreffen diese den Sportverein, die Sportliga oder den Sportverband? Wie werden Sportfans, Trainer und Sportler mit diesen neuen Trends umgehen und welche eignen sich generell für den Sport bzw. werden einen Impact auf den Sport haben? Mit einem besonderen Fokus auf den Sport, stelle ich nachfolgend sieben interessante Social-Media-Trends 2018 näher vor.

Augmented Reality / Virtual Reality

Die virtuelle und auch die erweiterte Realität werden zunehmend präsenter in der aktuellen medialen Berichterstattung, obwohl bisher noch nicht wirklich viel von diesen beiden Technologien zu sehen ist. Besonders im Bereich Virtual Reality (VR) beschränkte sich die Verwendung bisher in erster Linie auf 360°-Videos bei Facebook und YouTube. Die aktuelle Variante, in der Anwender mit großen Head-Mounted Displays VR-Anwendungen ausschließlich zu Hause nutzen, wird wahrscheinlich nicht der einzige Verwendungsbereich bleiben.
Augmented Reality (AR) ist da schon ein Stück weiter. Besonders für Unternehmen mit stationärem Handel bietet diese Technologie die Möglichkeit, die User Experience interessanter sowie ansprechender zu gestalten und dementsprechend höheres Engagement auf Kundenseite zu generieren. Die Relevanz dieser Technologie zeigt sich auch beim Tech-Giganten Apple. Dessen aktuellste Smartphones, das Iphone X und das Iphone 8, sind mit der entsprechenden Software ausgestattet, um Augmented Reality Inhalte zu erleben. Vor allem im Mobile Gaming Bereich ist Augmented Reality eine weit verbreitete Technologie, die weiter wächst.

Auch im Sport findet AR immer öfter Einzug. So hat z.B. im Oktober 2017 der FC Bayern eine „Augmented Reality“-Funktion in die offizielle FCB-App integriert, die es Fans ermöglicht, sich die Spieler des Rekordmeisters in die eigene Umgebung zu holen. Diese Möglichkeit bietet bisher kein anderer Sportverein der Welt. Das Ziel ist es eine höhere Interaktionsrate mit den Fans zu haben und emotionale Momente zur Erhöhung der Kundenbindung zu schaffen.

Video: Die Augmented Reality App des FC Bayern München

Im September gab Apple und die Major League Baseball (MLB) in den USA bekannt, eine Kooperation im Bereich AR einzugehen. In der offiziellen MLB-App „At Bat“ können sich Fans nun während des Spiels – im Stadion – Statistiken und Informationen zu Spielern, Mannschaft etc. in Echtzeit auf das Display Ihres Smartphones oder Tablet legen lassen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Dies sind Beispiele aus dem Profisport. Inwieweit AR Einzug im Breiten-, Spitzen- und Amateursport erhält, wird sicherlich von den Kosten und der Handhabung abhängen. Dass Fans, Mitglieder, Sportler etc. diese Technik fasziniert und ihnen auch einen Mehrwert bietet, steht außer Frage. Ob allerdings die breite Masse der Sportlandschaft AR als Kommunikations- und Marketing-Tool einsetzen wird und kann, bleibt zu bezweifeln.

Mobile First

Mobile fristet schon längst kein Nischendasein mehr. Die Nutzeranzahl und auch die Nutzungsdauer wachsen immer weiter und mittlerweile gehen über 50 % der Suchanfragen bei Google über Mobile ein. Dementsprechend wird es unumgänglich werden, die eigenen Web-Angebote auf Mobile zu optimieren. Eine gute mobile Erfahrung des eigenen Angebots und Mobile-SEO werden zunehmend wichtiger, wenn man nicht auf lange Sicht an Reichweite verlieren möchte. Viele Vereins- und Verbandswebseiten sind allerdings veraltet und werden ohne Mobile-Anpassung an Traffic und Relevanz verlieren. Das Zauberwort ist „Responsive Design“, d.h. die Webseite muss sich an die Displaygröße des Gerätes auf dem sie geschaut wird, anpassen und immer sehr gut lesbar sein. Neben der Mobile-Optimierung sind „Teilen-Buttons“, also Verknüpfungen zu den Social-Media-Plattformen, sowie Kommentarfunktionen wichtige Erfolgskriterien.

Sportler, Fans, Mitglieder, Journalisten etc. sind es heute gewohnt, dass auf Ihren mobilen Endgeräten alles gut sichtbar ist. Wenn der Sport hier nicht nachzieht, verliert er neben Usern auch Fans und Mitglieder. Somit ist das Thema „Mobile First“ für den Sport ein sehr wichtiges Thema in 2018 und ich rate allen Verantwortlichen, sich Gedanken in diese Richtung zu machen.

Instagram Stories

Seit Instagram die Story Funktion eingeführt und damit seinem größten Konkurrenten Snapchat den wichtigsten Wettbewerbsvorteil geklaut hat, wachsen die Zahlen der User stetig. Instagram ist eine der am schnellsten wachsenden Social-Media-Plattformen in Deutschland. Seit neuestem können Instagram Stories auch in der Desktop Version der App konsumiert werden. Was für die meisten Privatpersonen mittlerweile schon zum Alltag gehört, sollte auch der Sport für sich nutzen. Durch die verschiedenen Funktionen lassen sich Stories den Bedürfnissen des Sports anpassen. Dabei ist die kurze Haltbarkeit des Mediums (24h) und die Länge von 3-60 Sekunden ideal, um snackable Content zu kreieren. Denn Content der vergänglich ist, wird eher rezipiert, als solcher, der für die Ewigkeit gedacht ist. Gerade das Prinzip, dass man als Nutzer quasi selbst hinterher sein und sich die Zeit dafür nehmen muss, um alles mitzubekommen, führt zu einem größeren Engagement und einer höheren Bindung. Der Sportfan informiert sich somit regelmäßig, um ja nichts zu verpassen. Für das kommende Jahr wird weiterhin eine zunehmende Verbreitung dieser Content-Strategie erwartet.

Vereine, Verbände und Ligen im Sport können dieses Tool, wenn intelligent eingesetzt, nutzen, um Fans, Mitglieder und Sportler für den eigenen Content zu begeistern und den Traffic auf z.B. Instagram auf einem konstant hohen Level zu halten.

Digitale Hangouts

Der Wunsch der jungen Generation, immer und überall miteinander vernetzt zu sein und “abzuhängen”, hat neue Apps wie „Houseparty“ hervorgebracht. Durch Houseparty können Nutzer mit bis zu acht Personen gleichzeitig Video-chatten. In den USA ist die App bereits einer der erfolgreichsten Social Media Trends. Spannend ist, ob Social Media Giganten wie Facebook auch auf den Geschmack kommen und an ähnlichen Features arbeiten werden.

Im Sport können auf diese Weise Teams miteinander kommunizieren. Vorstände können sich austauschen und Abteilungsleiter Sitzungen abhalten, obwohl die Personen an ganz unterschiedlichen Orten sind. Möglichkeiten für den Einsatz gibt es viele. Ob es sich durchsetzen wird, wird 2018 zeigen.

Influencer Marketing

Insgesamt wird die Wichtigkeit von Influencern auch im kommenden Jahr weiter zunehmen. Viele Marken haben das Konzept Influencer Marketing schon für sich entdeckt. Es spielt eine immer größere Rolle im Marketingmix und kann Brands dabei helfen, ihre Zielgruppe authentisch zu erreichen. Die Influencer geben Firmen einerseits die Möglichkeit, von ihrer Reichweite zu profitieren, und schaffen andererseits Vertrauen für die beworbenen Produkte und Marken, da sie meist auf eine treue und engagierte Fangemeinde zurückgreifen können.

Auch im Sport gibt es immer mehr Influencer, und wo es keine gibt werden sie aufgebaut. Immer beliebter sind sogenannte Micro- oder Nischen-Influencer. Diese haben nicht so viele Follower wie ihre größeren Kollegen, sind aber noch näher an ihrer Community und vermitteln mehr Authentizität. Vereine sollten nach Möglichkeit eigene, lokale Social Influencer „aufbauen“. Verbände können hierfür z.B. Top-Sportler nutzen. Bei dem Überangebot von Dienstleistern und Reizen bieten Social Influencer eine willkommene Möglichkeit, aus dem Einheitsbrei herauszustechen.

Live Streaming

Gut zehn Jahre nach dem wahnsinnigen Erfolg von YouTube und dem Video-Streaming generell, steht die nächste Video-Revolution an. Live Events und deren Übertragung auf Social Media Plattformen werden immer beliebter. Nachdem Twitter es mit dem Kauf von Periscope vorgemacht hat, bietet nun auch Facebook die Möglichkeit, live Videos aufzunehmen und zu streamen. Mit großem Erfolg. Der Clou: Die Kommunikation findet nicht mehr einseitig, sondern vielmehr bidirektional statt. Die Zuschauer haben die Möglichkeit, die Inhalte live zu kommentieren und die Streamenden können darauf wieder unmittelbar Bezug nehmen. Dies ist ein Beispiel für interaktiven Content und neue Feedback-Möglichkeiten. Durch die direkte Kommunikation und die Tatsache, dass die Videos in unbearbeiteter Form direkt zum Zuschauer gelangen, wird außerdem ein Gefühl von Transparenz und Glaubwürdigkeit geschaffen. Generell führt ein hohes Engagement der User auch zu einer höheren Bindung, die durch geschickt platzierte Live-Videos für weiteres Marketing genutzt werden können.

Im Sportbereich scheint Live-Streaming auf den ersten Blick schwierig und teuer. Dabei lässt sich ein Live-Stream heutzutage mit einfachsten Mitteln und überschaubaren Kosten realisieren. Mit wenig Equipment und einer stabilen Internet- oder LTE-Verbindung können sich die unterschiedlichsten Live-Übertragungen im Sport realisieren lassen. Der Sender Sportdeutschland.TV macht es vor. Er bietet Vereinen einen einfachen Weg Ihre Spiele live zu übertragen. Und mit dem neuen Angebot Yousport lassen sich „near live“ Videos der Spiel-Highlights mit dem Smartphone erstellen. Es gibt somit keine Ausreden mehr, warum Sportvereine nicht selbst Content erstellen und die Videoproduktion in die eigenen Hände nehmen sollten.

Video: So funktioniert Live-Streaming bei Sportdeutschland.TV

Vertrauen

Ein immer wichtiger werdender Punkt – nicht nur in den sozialen Medien, sondern generell im ganzen Web – bleibt das Vertrauen. Durch personalisierte Ansprachen, individuellen Content, der für den User von Relevanz ist, und den geplanten Einsatz von Influencern lässt sich Vertrauen generieren. Transparenz spielt hier eine große Rolle. Dadurch dass jeder User mittlerweile dazu in der Lage ist, mit wenig Aufwand öffentliches Feedback zu geben, wird die Transparenz und auch die Bezugnahme auf derart vorgebrachte Kritik immer wichtiger.  Durch Transparenz und den ernsthaften Umgang mit Kritik kann somit ein Gefühl von Vertrauen geschaffen werden, das Vereinen und Verbänden auf lange Sicht einen Vorteil gegenüber ihren Mitbewerbern verschaffen wird. Vereine, Verbände und Ligen müssen sich im Web und Social-Media-Bereich öffnen, Ehrlichkeit zeigen und Transparenz fördern. Sie müssen authentisch sein, sodass Fans, User und Mitglieder gebunden werden. Mit dieser Basis können die zuvor genannten Trends 2018 auch für den Sport zum Erfolg werden.

Wie schätzen Sie die hier vorgetragenen Trends für 2018 ein? Welche werden zum Erfolg? Welche werden Flops? Habe ich vielleicht Trends vergessen, die Ihrer Meinung nach wichtig werden in 2018? Hinterlassen Sie gerne Ihre Meinung in den Kommentaren.

Im übigen bieten wir Sportorganisationen Beratung und Unterstützung im Bereich Social Media Management. Mehr dazu erfahren Sie hier.

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